Never Stop Exploring Shanghai

Abenteuer China

Berichte von 09/2015

24Sept
2015

Die Golden Week...Ganz China ist auf den Beinen und wir mitten drin

Vom 01. bis zum 07. Oktober 2015 herrscht der alljährliche Ausnahmezustand in China...auch genannt Golden Week.

Die Golden Week ist ein Nationalfeiertag, welcher von den meisten Chinesen für ausgiebige Urlaubstouren in und außerhalb Chinas genutzt wird. Man könnte sagen, dass gefühlt das ganze Land (stolze 1.357 Milliarden) unterwegs ist und die "Touristen-Hotspots" Chinas unter Menschenmengen begraben werden (siehe Bilder) ...leider kann man 1.357 Milliarden Leuten auch nicht so einfach ausweichen...sie sind einfach überall.

Nichts desto trotz haben auch wir in der Zeit keine Uni und nach ein paar ausgiebigen abendlichen Diskussionen mit meinem Zimmerkollegen haben wir uns dazu entschlossen, die Zeit nicht in Shanghai zu verbringen, sondern ebenfalls vernünftig zu nutzen und zu reisen. (Ob das eine gute oder schlechte Entscheidung war, kann ich euch dann übernächste Woche sagen;))

Bei der Planung haben wir uns auch verhältnismäßig schnell einig: Es sollte weit weg sein, viele neue Sachen zu sehen geben und die Möglichkeit bestehen, dass man trotz Golden-Week kein U-Bahn-Feeling an der frischen Luft bekommt.

Die Entscheidung fiel dann sofort auf die Region Yúnnán, der südlichsten Provinz Chinas. Das faszinierende daran ist, dass die Region alles zu bieten hat. Von "tibetischem Hochgebirge"  im Norden, über Millionenstädte in der Mitte, bis hin zu Reisterrassen im Süden...und genau das wird auch unsere Route werden für unseren 10 Tage-Trip vom 27.09 bis zum 09.10.

Wir werden unsere Tour am 27.09 in Shangri-La, einer Stadt im Hochgebirge (3200Meter ü. NN), starten und von dort über berühmte Hiking-Trails wie Tiger Leaping Gorg und über Städte wie Liajing sowie Kunming nach Yuányáng reisen. Dort wollen wir dann ein paar Tage verbringen und die restlichen Tage noch in Kunming nutzen. Auf der Route gibt es laut verschiedener Quellen einfach so viel zu sehen, dass wir uns trotz der Golden Week dazu entschieden haben, die Route nicht durchzubuchen und notfalls zu improvisieren, falls es uns an kuscheligen Plätzen im Hostel oder im Kofferraum von Autos fehlt.

Die grobe Route steht soweit aber schon:

28. Shangri-La

29. Shangri-La

30. Tiger Leaping Gorg

1. Liajing

2. Kunming

3. Kaiyuán

4. Yuányáng

5. Yuányáng

6. ...

7. Kunming

8. Kunming

9. Heimreise

Die Route bedeutet für mich aber gleichzeitig auch noch einmal in Richtung Märkte und Shopping-Malls zu starten...wenn man mehrere Klimazonen durchläuft, sollte man schon genug Platz und die richtigen Klamotten dabeihaben und meine 23Kg Freigepäck auf dem Hinflug haben mir eigentlich nur erlaubt die "ich bin mal kurz 2 Wochen im Urlaub" - Sachen einzupacken;) Eigentlich fehlt es schon an den Basics, aber die kann man hier schon für schmales Geld Schießen. Hoffen wir nur einmal, dass der Wetterbericht besser wird...ein Poncho hat eigentlich nichts auf meiner Shopping-List zu suchen...

 

Quelle: http://www.bloomberg.com/news/articles/2012-10-04/golden-week-boom-buoys-airlines-as-adrs-climb-china-overnight http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fa.abcnews.com%2Fimages%2FInternational%2Fgty_china_travel_golden_week_01_jc_141002_16x9_992.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fabcnews.go.com%2FInternational%2Fgolden-week-traffic-nightmare-forces-roadside-wedding%2 http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fstatic2.businessinsider.com%2Fimage%2F5068e04769bedd4b13000022-315-321%2Fchina-traffic.png&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.businessinsider.com%2Fgolden-week-huge-traffic-james-in-china-2012-9&h=321&w=315&tbnid=iG

14Sept
2015

Yellow Mountains

Eher kurzfristig hatten wir uns am vergangenen Dienstag dazu entschlossen, unsere letzten freien Tage noch sinnvoll außerhalb von Shanghai zu verbringen, bevor am Montag der Startschuss „Uni“ fällt. Die erste Wahl viel auf Guilin, einem wegen seiner atemberaubenden Landschaften bekannter und beliebter Ort in China. Die Idee wurde dann aber aufgrund von nur 3 freien Tagen doch wieder fallen gelassen. Erfahrungsberichte empfehlen einem dafür min. 3 Tage und mit Hin- und Rückreise wäre das dann zu eng geworden.

Die zweite Wahl fiel dann auf die „Yellow Mountains“. Hierbei handelt es sich um ein Gebirge in der Nähe von Huangshan das uns von Einheimischen und internationalen Studenten empfohlen wurde.

Am Donnerstag um 06:45 Uhr sind wir dann gestartet und mit dem Bus von Shanghai nach Huangshan gefahren. Die Fahrt dauert so 6 bis 8 Stunden und wir sind dann Nachmittags im Hostel in Huangshan angekommen. Man kann alternativ auch Fliegen oder mit dem Zug von Shanghai aus fahren. Ich würde euch die Zug- oder Busfahrt empfehlen, wobei ihr bei der Zugfahrt am günstigsten wegkommt, wenn ihr unter der Woche fahrt und ein wenig im Voraus plant.

Den Nachmittag und Abend haben wir dann locker in Huangshan ausklingen lassen und uns im Hostel über die Yellow Mountains und über Unterkünfte informiert. Da auch hier die Preise am Wochenende um das 2-fache steigen, haben wir uns fürs Campen auf dem Berg entschieden und nachdem wir die Stadt ein wenig erkundet hatten, wurden die Sachen für den nächsten Tag gepackt und der Proviant gekauft. Ihr solltet euch entsprechend Proviant wie Nudelsuppen o.ä. mitnehmen, da diese nicht viel wiegen, bei Kälte echt guttun und die Preise oben auf dem Berg extrem übertrieben sind. Die Zelte und Isomatten hatten wir uns im Hostel für schmales Geld ausgeliehen. Allgemein hat das Hostel einen super Service und alle Buchungen etc. für uns erledigt (Ich kann euch das Huangshan Daylight International Youth Hostel also nur empfehlen). Das Einzige was noch fehlte waren die Schlafsäcke und genau die waren zum Schluss dann auch nicht vorhanden. Ihr solltet euch also vorher bei Decathlon in Shanghai Schlafsäcke kaufen oder euch informieren, wo man diese mieten kann. Bei 10 Grad Außentemperatur wird es Nachts im September in einem Sommerzelt entsprechend frisch.

Am Freitag sind wir dann um 6 Uhr in Richtung Berg gestartet und waren dann um 8 Uhr vor Ort. Es gibt zwei mögliche Routen, um auf den Berg zu klettern. Eine 7 und eine 15 Kilometer lange Route. Wir haben uns für die 15 Kilometer lange Route entschieden und dann fing das Klettern auf chinesisch an…15 Kilometer NUR Treppen! Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschenleben der Bau gekostet hat, aber es war echt beeindruckend, da die Treppen zu Zeiten gebaut wurden, als die Steine noch gemeißelt und den Berg hochgetragen wurden. Den ganzen Berg durchzieht ein System von schirr unendlich wirkenden Treppen, die jemanden mit Höhenangst schon einiges an Überwindung kosten. Für uns ging es dann den ganzen Tag Treppen hoch und Treppen runter. Wer Probleme mit den Knien oder ähnliches hat, sollte sich unbedingt Bandagen o.ä. einpacken. Die Belastungen sind zwischenzeitig schon echt extrem und wir waren wirklich froh, als wir gegen 5 Uhr unser Lager auf ca. 1800 Meter erreicht hatten. Wir haben vor einem Hotel gezeltet und konnten gegen eine Gebühr deren Waschräume mit benutzen. Ich würde es beim nächsten Mal aber anders machen und das Zelt einfach irgendwo neben dem Wegrand oder anderswo aufstellen und dann die Waschräume einfach mit benutzen. Die haben sowieso keinen Überblick, wer wo was gezahlt hat und dadurch spart ihr euch auch noch dir Zeltgebühr. Es ist sowieso teuer genug dort oben.

Die Nacht war auf Grund der Temperaturen wirklich eine frische Angelegenheit und ich war wirklich froh meine Outdoor-Sachen dabei gehabt zu haben. Insgesamt 5 Schichten Kleidung und ein wenig zusammen rutschen haben einen dann ein wenig warm gehalten und einem wenigstens ein paar Stunden Schlaf ermöglicht. Wie es halt so ist mit dem Zelten auf Steinen und Isomatte..., es ist so ziemlich alles unbequem und zum Schluss freut man sich wieder auf ein richtiges Bett. Da das Wetter gegen Abend dann leider schlechter geworden ist und es auch in der Früh sehr nebelig war, wurde aus unserem Plan, den Sonnenauf- und untergang zu sehen, leider nichts. Da hilft es leider auch nicht den Wetterbericht zu checken, da das Wetter dort oben im Stundentakt wechselt. Nachdem wir um 4:30 Uhr das Lager abgebaut und uns danach mit 100ten von Chinesen in einer „Nebelsuppe“ wiedergefunden haben, haben wir uns dazu entschlossen, wieder die Heimreise an zu treten und uns auf den Rückweg nach Shanghai gemacht.

Trotz verpassten Sonnenauf- und untergang kann ich euch die Yellow Mountains nur empfehlen. Es ist wirklich eine atemberaubende Landschaft und es lohnt sich definitiv, wenn man die Zeit hat und ein wenig aus Shanghai raus möchte. Falls möglich macht es jedoch unter der Woche! An Wochenenden machen solche Ausflüge echt keinen Spaß wie wir heute gesehen haben, da dann für chinesische Verhältnisse typisch gefühlt tausende Chinesen den Berg gleichzeitig erklimmen wollen. Wie es zur „Golden Week“ dort oben abgeht, möchte ich nicht wissen…

Das nächste Ziel steht mit dem Hua Shan Gebirge bei Xian dann aber auch schon so gut wie fest. Das wird dann aber noch einmal eine ganz andere Hausnummer...

13Sept
2015

Der Fehlerteufel

Beim erneuten Durchlesen der älteren Einträge sind mir so manche Fehler aufgefallen, die dort eigentlich nicht hin gehören. Leider merkt man daran, dass die Einträge immer zu unmenschlichen Zeiten oder "zwischendurch" (bei uns in der Familie würde es heißen: "Mal eben") geschrieben wurden. Ich werde die Fehler nun die Tage einmal ausradieren und in Zukunft mehr darauf achten. Besserung ist also in Sicht;)

13Sept
2015

Fahrräder kaufen in Shanghai

Die Distanzen in Shanghai kann man einfach nicht mit denen in Deutschland vergleichen. Was auf der Karte wie ein Katzensprung aussieht, kann ganz schnell in einem halbstündigen Fußmarsch ausarten.

Für uns war das nach der ersten Woche Grund genug, um uns auf Fahrradssuche zu begeben. Die Qualität der Fahrräder der Straßenhändler ist jedoch leider nicht so sonderlich gut und für bessere Fahrräder muss man schon tief in die Tasche greifen. Unser Buddy hat uns dann seine Hilfe angeboten und nach mehreren Stunden der verzweifelten Suche in diversen Internetshops (die Auswahl ist einfach zu groß), haben wir uns dann für zwei Fixies entschieden, die gestern auch endlich geliefert wurden.

Wie man als Spielkind halt so ist, wurden die dann auch direkt zusammengebaut, ausprobiert und die Investition als zufriedenstellend abgestempelt. Top Qualität, wesentlich günstiger als auf der Straße, läuft wie eine Eins, treibt unglaublich nach vorne und sieht dazu auch noch schick aus;) Die ersten "Bluthochdruck-Erfahrungen" im chinesischen Straßenverkehr haben dann auch nicht lange auf sich warten lassen, aber an das Chaos wird man sich schon noch gewöhnen;) Wollen wir nur hoffen, dass die dicken Schlösser halten und keiner unsere Räder zu schön findet...mal schauen wie lange wir sie "unser" nennen dürfen;)

Chinesische Onlineshops:

 

09Sept
2015

Projekt: Schöner wohnen

Die Wohnungssuche der letzten Tage lief zum Schluss nur noch sehr schleppend. Die Motivation war angesichts der Option ja doch im Wohnheim wohnen zu können entsprechend gering und die Mietpreise waren ein wenig abschreckend. Hinzu kam, dass ich am Samstag jemanden aus München kennen gelernt habe, mit dem ich mich super verstehe. Sein Mitbewohner ist erst am Sonntag angekommen und nach ein wenig Bearbeitung war er dann bereit mit mir das Apartment zu tauschen. Mit ihm kann ich mir sehr gut vorstellen die 6 Monate zusammen zu wohnen und am Montag habe ich dann die Wohnungssuche endgültig für beendet erklärt (Der Anfangszustand siehe Bild 1).

Das war dann auch der Startschuss für das Projekt: Schöner wohnen.

Wir haben die Bude die Tage dann komplett auf den Kopf gestellt, alles geschruppt und entstaubt, sind über den Boden gekrabbelt, haben Dreck abgekratzt und dank ein wenig Möbel-Rücken auch ein bisschen Privatsphäre erzeugt (Bild 2). Es bleibt dabei, dass das Zimmer weiterhin recht klein ist und entsprechend kuschelig sind auch unsere kleinen privaten Ecken, aber das ist noch bei weitem besser als zuvor. Das Highlight daran: Man kann endlich ohne Schuhe und Socken durch die Wohnung laufen ohne schwarze Füße zu bekommen. Zuvor war es noch so, dass man auf dem Weg von der Dusche zum Bett ohne Schluffen wieder schwarze Füße hatte. Jetzt geht das ganze schon einmal mit leichtem "Spaß-Feeling" (Bild 5) ;) Zur Grundausstattung solltet ihr euch deshalb auch Desinfektionsmittel kaufen und damit erst einmal die ganze Bude von unsichtbaren Dreck befreien (Bild 3). Damit kann man einfach alles putzen und um einmal richtig sauber zu machen braucht man halt doch schon das Putzmittel aus dem Chemieschrank. Es eignet sich außerdem auch zum Waschen der Kleidung. Die meisten Waschmaschinen in China waschen nur mit Kaltwasser und dadurch werden die Sachen nicht “sauber”. Ein gesunder Schluck Desinfektionsmittel hilft dabei auch wirklich saubere Wäsche zu bekommen oder ihr müsst darauf achten, dass das Waschmittel dies bereits beinhaltet. Alles in Allem bin ich nun wirklich zufrieden, dass es so gekommen ist. Wir hatten gestern noch ein paar Schäden bei der Verwaltung bemängelt und auch die wurden heute direkt um 9 Uhr durch einen Hausmeister innerhalb von 15 Minuten repariert. Top Service.

Allen zukünftigen CSC-Stipendiaten kann ich nur empfehlen frühzeitig nach Shanghai zu kommen und im Building 4 einzuchecken. In diesem Jahr sind extrem viele internationale Studenten hier und das Building 4 ist schon seit Anfang der Woche voll. Für die restlichen, darunter auch deutsche Austauschstudenten, heißt es nun ein halbes Jahr in Building 1,2,3 und 5 zu wohnen. Da hier hauptsächlich chinesische Studenten wohnen ist der Standard auch entsprechend und was man von anderen Studenten bis jetzt gehört hat können wir echt nur froh sein, im Building 4 zu wohnen. Wie eine chinesisches WC und die Küche/Waschküche/Badezimmer so in Shanghai aussehen seht ihr in Bild 6,7 und 8. Kommt also frühzeitig nach Shanghai und nicht erst in der Woche zur Einschreibung.

Ein größeres Thema war dann gestern noch das Internet zum Laufen zu bekommen. Um Internet im Dorm zu bekommen, muss man sich auf dem Campus beim China Telecom Store (Gegenüber vom International Office) eine Internetkarte und im Supermarkt einen Router kaufen. Kauft keinen Mercury Router…die sind zwar günstig, aber auch entsprechend billig und unser ging, nachdem wir 5 Chinesen eine gute Stunde beschäftigt hatten (Bild 5), dann auch wieder zurück. DLink oder TP-Link sind beide eine gute Alternative. Da die Meisten ja schon bei der Einrichtung eines Routers auf Deutsch so ihre Probleme haben, kann ich euch versprechen, dass das ganze auf Chinesisch noch weniger Spaß macht. Holt euch also am besten Hilfe.

Wir sind nun in den letzten Zügen mit dem Apartment und dann ist das Thema auch erst einmal vom Tisch. Wir müssen noch ein wenig Kleinzeugs organisieren und so manche weniger schönen Ecken kaschieren und dann sollte es das auch gewesen sein. Wenn es dann in den nächsten Wochen noch kälter wird, steht auch noch eine neue Matratze auf dem Einkaufszettel. Im alten Zimmer hatte ich wenigstens eine "Micky-Maus-Federnkernmatratze". Damals habe ich gemeckert, weil man jede Feder gemerkt hat und ich von Zuhause eine wenig verwöhnt war. Wo ich dann das Zimmer gewechselt hatte und mich das erste Mal auf das Bett gesetzt habe, hatte ich wirklich etwas Anderes erwartet. Ich bin direkt bis zu den Holzlatten durchgeschlagen und habe meine Zimmernachbarn ein wenig verdutzt angeschaut. Es gibt nämlich keine Matratze(Bild 9)! Man liegt direkt auf dem Lattenrost und entsprechend hart ist es auch. Nach der ersten Nacht hat ist man wirklich gerädert mit steifen Nacken aufgewacht, aber man gewöhnt sich auch daran...man ist halt ein Gewöhnungstier;) 

 

08Sept
2015

9 Stunden Reise nach Jerusalem...Einschreibung an der Tongji University

Gestern war es dann endlich so weit. Am 07. September 2015 hat das International Office nun endlich die Tore für die international Students zum registrieren geöffnet. Offiziell war die Registrierung für 8.30 Uhr angesetzt. Da ich zusammen mit ein paar Leuten dort hin gegangen bin und wir uns gedacht haben, dass es bestimmt voll wird, sind wir schon um halb acht gestartet, haben auf dem Weg was gefrühstückt und waren dann um 08.00 Uhr bereits beim International Office. Vor uns hatte sich bis dahin bereits eine beachtliche Schlange gebildet und man wurde von älteren ISA- Students mit Infos besorgt. Das Chaos fing direkt zu beginn schon damit an, dass nicht klar war, welche Unterlagen man alles benötigt. Nur die Bankkarte oder auch die Bestätigung von der Bank? Musste man eine Bestätigung vom Wohnheim haben? Wie viele Passbilder und Kopien und und und. Um circa 8.50 Uhr wurden dann die Türen geöffnet und die Schlange hat sich 2 Meter bewegt. Wieder stopp. Als wir dann vorne angekommen waren, wussten wir auch warum. Der ganze Prozess sah wie folgt aus:

Man steht in einer riesen Schlange und freut sich, wenn man endlich zur Tür des Büros kommt, in dem man hofft, dass man dort registriert wird. Dann geht es aber erst richtig los. Man darf sich in eine Stuhlreihe aus ca. 20 Stühlen setzen, von denen die letzten 3 Stühle von Mitarbeitern versorgt werden. Trotz tausendmaliger Ansagen checken diese als erstes, ob man alle Dokumente auch WIRKLICH hat. So weit so gut, weiter geht es. Man muss einen Wisch unterschreiben. Auch hier wieder eine Stuhlreihe (diesmal ca. 30 Stühle) und warten bis man endlich ein weiteres Mal seine Admission Notice vorzeigt, der Name auf einer Liste rausgesucht wird und man einfach unterschreibt. Bis dahin hat es dann schon circa. eine dreiviertel Stunde gedauert. Danach dann auf in Schlange Nummer 4. Hier haben dann circa 30 weitere Holzstühle und noch einmal 20 wartende Studenten auf einen gewartet. Die Schlange war dann auch entsprechend lang. Das nervigste an den ganzen Schlangen war: Man sollte sich hinsetzen. Ok, kein Dingen. Aber jedes Mal, wenn ein Stuhl frei wurde kam direkt ein Mitarbeiter und hat einen freundlich darauf hingewiesen, das man doch bitte aufrücken sollte. Man ist so zu sagen die ganze Zeit auf irgendwelchen Holzstühlen hin und her gerutscht in der Hoffnung doch in nächster Zeit endlich mal eingeschrieben zu sein. Allerdings hat sich Schlange drei als extrem hartnäckig erwiesen und die Bearbeitung hat extrem lange gedauert.

Um 11 Uhr wurden dann Nummer ausgeteilt und gesagt, dass um 11.30 Uhr Schluss ist. Das wurde auch eiskalt durchgezogen und dann zur Mittagspause im Internation Office geläutet. Man sollte dann um 13.30 noch einmal wiederkommen. Wir dann ab in die Mittagspause, was gegessen, nach Fahrrädern geschaut und danach wieder zum International Office... und wieder hieß es: Stühle Rutschen. Irgendwann um 3 Uhr ist man dann endlich einmal zum Sachbearbeiter im richtigen International Office angekommen und musste sich noch durch weitere 5 Stationen durchkämpfen. Nach jeder Station hieß es natürlich: zurück in die Reihe und wieder anstellen. Der ganze Prozess der Einschreibung an der Tongji war eigentlich eine riesen Katastrophe. Da konnten auch die motivierten International Students, die versucht haben das Beste daraus zu machen, nicht mehr viel helfen. Es war total willkürlich, es wurden Unterlagen verlangt, die nur extrem wenige dabei hatten. Die ach so wichtigen Passfotos und Kopien von Unterlagen wurden nur sporadisch von den wenigstens Studenten verlangt und es gab nur einen Sachbearbeiter (der Engpass der ganzen Sache) der wirklich gearbeitet hat. Bei dem Rest wurde dann mal nur eine Unterschrift verlangt, dann mal nur ein Dokument eingezogen oder nur ein Infoblatt ausgegeben (Das Infoblatt war dann aber sooooo wichtig, dass vorher der Pass und die Admission Notice penibel genau kontrolliert wurde). Das beste ist sowieso, wenn 4 von 6 Sachbearbeiter, mit dem Handy spielen, aufstehen und miteinander tratschen, aufstehen und einfach verschwinden, oder einfach Löcher in die Luft starren und nichts machen. Glaubt mir, nach 8 Stunden warten fängt man dann innerlich ein wenig an zu brodeln. Die letzte Station war dann wieder für Visa-Angelegenheiten und einmal mehr hat dieses Thema keinen Bogen um mich rum gemacht. Es ist und bleibt das „Unwort des Jahres“, aber dazu später mehr.

Die Tortur am International Office hat dann insgesamt ca. 9 Stunden gedauert. Ich war dort um 16.15 raus, bin zum CDHK gegangen und habe dort die letzten Einschreibungsschritte erledigt. Das war dann eine Sache von ca. 5 Minuten und wesentlich besser strukturiert. Allgemein waren die Studenten, die nur zum CDHK mussten, innerhalb kürzester Zeit mit der Registrierung fertig. Frau LIU Xin ist dabei wirklich hilfsbereit und zuvorkommend. Die Unterstützung am CDHK ist wirklich gut...beim International Office eher nicht.

Zum Schluss hieß es dann aber doch „enrolled at Tongji University“ und trotz Chaos funktioniert es hier dann am Ende doch irgendwie. Man muss sich halt vor Augen halten, dass man in China ist. Mal wieder hieß es „Relax and stay calm, your are in China.“ In Deutschland würde man bei so einem Prozess nach kürzester Zeit durch die Decke gehen...

05Sept
2015

Einmal schönes Wetter bitte - Wolkenfabrik Beijing

Als ich damals in Beijing angekommen bin, war es mit dem Smog schon verhältnismäßig extrem. Luftqualitäten um die 200-250 (im Winter geht der Wert weit über 500...auch genannt "behind Index". Da ist das Kinderteller gegen) sind als Begrüßung schon recht gewöhnungsbedürftig und man merkt allein diese Werte schon bei Aktivitäten an der "frischen" Luft. Man ist irgendwie platt, Sport ist extrem anstrengend und es gibt ein leichtes "Beijing Flavour" beim Schlucken.

Erfreulicher Weise wurde das Wetter aber immer besser! Am Anfang hatten wir vielleicht mal nach einem ordentlichen Regenguss gutes Wetter am Morgen und danach wieder grauen Schleier überall. Zum Schluss hieß es aber: Blauer Himmel, Sonne satt und keine drückende Luft. Zum Glück ist das Wetterphänomen zur Zeit der Olympischen Spiele aufgetreten und auch vorgestern war noch feinstes Wetter in Chinas Hauptstadt. Am 03.09.2015 war hier anlässlich des 70. Jahrestag vom Ende des 2. Weltkrieg Nationalfeiertag, was mit der größten Militärparade der letzten 20 Jahre gefeiert wurde. Die Parade wurde fast überall übertragen und auf gefühlt jedem Fernseher lief der Staatssender CCTV. Verglichen mit anderen Ländern ist es schon wirklich bemerkenswert und beeindruckend wie sehr der Nationalstolz der Chinesen ausgeprägt ist. Gefühlt jeder Chinese in Beijing hat seinen Teil dazu beigetragen und die Stadt wurde in lang angesetzten Aufräum- und Verschönerungsarbeiten raus geputzt. Es war wirklich beeindruckend und die Parade hat gefühlte Stunden gedauert.

Ein Freund aus Beijing hatte mir am 03.09.2015 dann ein Foto von Beijing geschickt (siehe Unten). Gesterm kam dann das zweite Foto und mein erster Gedanke war "Na zum Glück hatten die gutes Wetter bei der Parade". Ob das nun Regenwolken, einfacher Nebel oder sich vielleicht der Frühherbst ankündigt, sei einmal dahin gestellt. Man kann auch nichts genaueres über die Ursachen des Phänomens sagen. Vielleicht hatten sie einfach Glück in den letzten Tagen, vielleicht ist es der böse Klimawandel oder vielleicht haben 11000 Fabriken in Beijing ja auch Betriebsferien aufgrund des Feiertages, der Aufräumarbeiten oder zum Verfolgen der Olympischen Spiele gehabt...aber das sind alles nur Gerüchte, man weiss es nicht. Letzten Endes freut es mich, dass sie Glück mit dem Wetter hatten, die Parade ein Erfolg war, die Olympischen Spiele gut verlaufen sind und ich in Shanghai bin, wobei auch hier die Luft in der letzten Woche kontinuierlich schlechter geworden ist.

feinstes Wetter:) Frühherbst

05Sept
2015

Never give up - Wohnungssuche in Shanghai

Wer schon einmal das Glück hatte und eine neue Bleibe in Deutschland gesucht hat, weiss wie Nervenaufreibend eine Wohnungssuche doch sein kann.

Ein paar tausend Kilometer weiter entfernt sieht das dann nicht anders aus. Darüber hinaus sollte man sich auf Baustellenbesichtigungen, wilde Taxifahrten mit Marklern im Nirgendswo, unendlich überzogenen Mietvorstellungen der Landlords und dem "chinesischen Immobilienmarkt" einstellen. Aber erst einmal von Anfang:

Wie ich schon geschrieben habe, bin ich die ersten Tage im Hostel in Shanghai abgestiegen. Ich bin dann am Montag mit Sack und Pack zum Wohnheim gestiefelt und bin in das Buildung No. 4 am Zhang Wu Campus von der Tongji University eingezogen. Das Wohnheim an sich ist nicht schlimm und zählt, verglichen mit anderen chinesischen Wohnheimen, schon eher zum gehobenen Standard.  Trotzdem kann ich jedem zukünftigen Austauschstundenten nur empfehlen sich ein Zimmer auf dem Siping Campus zu organisieren. Diese sind moderner, ein wenig geräumiger und: günstiger. Das gilt auch für denn Fall, falls ihr ein CSC-Stipendium bekommt. Lasst die Bewerbung für den Siping einfach parallel laufen und sagt, dass ihr dort einziehen wollt. Es ist besser als das Wohnheim im Building No.4 und ich habe bis jetzt eigentlich nur positives Feedback davon gehört. 

Nunja, mich hat es halt ins Building No.4 verschlagen und was soll ich sagen...kuschelig hier. Bett, Bettdecke, Tisch etc. ist vorhanden. Alles andere muss man sich entweder bei Walmart oder auf Straßenständen kaufen. Man teilt sich zu zweit geräumige 17qm inkl. kleinem Balkon für die Wäsche und einem Bad. Da sieht es mit Privatsphäre dann doch ein wenig dünn aus, was mich dann letzten Endes auch dazu bewogen hat, mich mit zwei weiteren Studenten auf Wohnungssuche zu begeben. Das Gute ist: Alles kann, nichts muss. Ich habe mein Zimmer hier fix, es ist graddis und wenn ich nichts besseres im Budget finde, dann ist es halt so. Dann heisst es halt 6 Monate Backen zusammen kneifen und aussitzen. Gibt schlimmeres.

Anders sieht die ganze Sache dann aber für Leute aus, die auf eine Wohnung angewiesen sind. Ich kann euch nur wärmsten empfehlen euch eine viertel Stunde Zeit zu nehmen und euch die Seite hier durchzulesen, bevor ihr Hals über Kopf ins Abenteuer Wohnungssuche in Shanghai startet: http://www.saporedicina.com/english/rent-in-shanghai Es gibt schon ein paar Studenten hier, die aus Panik irgendwelche Jahresverträge mit 14.000 RMB Miete pro Monat für 3 Personen (ca. 2000Euro = Wucher) unterschrieben haben (Ziemlich ungünstig gelegen und das ganze, obwohl sie nur 5 Monate in Shanghai wohnen) oder eine Baustelle gemietet haben. Alles in allem hört man hier einfach immer den Spruch: Keep calm, you are in China.

Auch wir haben uns also schon irgendwelche Wohnungen im Nirgendwo (Aussage Makler: Super Central, nächste Ubahn direkt nebenan), Rohbaustellen ("das sind schnelle Bauarbeiter, die sind nächste Woche fertig. Ihr könnt aber gerne schon morgen einziehen"), unglaublich siffige Buden, die definitiv Kernsaniert werden müssen (die Chinesen kochen recht "ölig", was man dann meistens in der Küche sieht!) und eigentlich ganz schöne Wohnungen, die aber in extrem runtergekommenen Häusern waren, angeschaut. Man darf sich wirklich nicht vom Äußeren abschrecken lassen und muss immer weiter rumfragen und hartnäckig bleiben. Allgemein ist hier WeChat das Nummer 1 Kommunikationswerkzeug in China, auch zur Wohnungssuche, aber dazu werde ich irgendwann noch einmal mehr schreiben. 

Ich glaube wirklich, dass das Wichtigste im oberen Link steht. Was ich auch nur empfehlen kann ist, sich einen chinesisch sprechenden Freund o.Ä. zu schnappen und mit auf die Wohnungssuche zu nehmen. Wenn ihr mit Agencys in den Districten oder aber spätestens bei Miet- und Kautionsverhandlungen mit den Landlords seid, wisst ihr auch warum;) Auch wir sind bis jetzt noch erfolglos, haben uns aber auch ein recht knappes Budget gesetzt. Alles über 2200 RMB ist teurer als jeden Tag im Hostel zu schlafen und dann hat man immernoch ein Zimmer für lau hier frei. Mal schauen was die nächsten Tage noch so bringen und ansonsten wird Projekt "Schöner wohnen" im Building No.4 halt angestoßen;) Eine Erfahrung ist die Wohnungssuche in Shanghai aber defintiv. 

Der Flur Schnelle Bauarbeiter beim einbauen einer Tür wird möbliert vermietet

02Sept
2015

Bankkontoeröffnung...oder was auch immer ich da unterschrieben habe

Nachdem ich gestern bereits das erste Mal versucht hatte, ein Bankkonto zu eröffnen und dies frustiert gescheitert ist, habe ich mich heute noch einmal daran gewagt. Gestern ist das ganze an Verträgen auf chinesisch und fehlendem Personal das Englisch kann gescheitert. Von der Uni gab es zwar Vorlagen, die Verträge gab es aber schon icht mehr. Heute also ein neuer Anlauf und tada: direkt beim ersten Versuch eine englischsprachige Chinesin erwischt. Das hat den ganzen Prozess dann um einiges einfacher gemacht und wurde mir eigentlich komplett abgenommen. Wie eigentlich bei allen Sachen braucht man dafür nur seinen Reisepass und der Rest funktioniert dann von alleine. Nach einer Stunde Wartezeit, einer halben Stunde Bearbeitungszeit und gefühlten 1000 Unterschriften von Verträgen die ich nicht verstanden habe (zwischenzeitig muss man einfach nur lachen, wenn einem wieder ein Wisch durch den Schalter geschoben wird und aus schrebbelnden Boxen "SIGN" gerufen wird) darf ich mich nun stolzer Besitzer eines chinesischen Bankkontos nennen.

Mir wurde dann auch ganz stolz ein goldener USB-Stick fürs Internetbanking gegeben und eine App auf dem Handy installiert...da alles auf chinesisch ist, weiss ich zwar im Moment noch nicht viel damit anzufangen, aber wer weiss wofür es gut ist. 

02Sept
2015

Fließbandabfertigung am Healthcare Center

Der Visaprozess in China ist alles andere als durchsichtig, was auch ich schon am eigenen Leibe erfahren durfte. Ich werde es irgendwann noch einmal in Ruhe erklären, wie es überhaupt zu meinem kleinen Urlaub in Deutschland gekommen ist, aber das ist eine andere Storry.

Heute stand auf jeden Fall als erstes das Healthcare-Center auf dem Programm. Ich hatte aus Langeweile vor 4 Wochen bereits einen Termin vereinbart, da ich in Beijing zu der Zeit nicht wirklich was sinnvolles zu tun hatte...zum Glück, wie sich heute herausgestellt hat. Nach einem 50-minütigen Ubahn-Ritt quer durch Shanghai und ca. 20 minütigen Fußmarsch war ich gegen 9:15 beim Healthcare Center in der Nähe vom Shanghaier Zoo. Den Termin hatte ich für 9:30. Für mich war der Prozess eigentlich ganz klar: Hingehen, Dokumente auf den Tisch legen, anerkennen lassen und wieder ab nach Hause. Sache von 5 Minuten...denkste. Nachdem ich dort angekommen bin (ich bin zum Glück noch mit zwei anderen Deutschen dort gewesen, die ich aus Beijing kenne), bin ich zur Rezeption am Eingang gegangen und habe mich brav in die erste Schlange angestellt. Die war schon nicht gerade kurz, ging aber recht zügig. Beide Hände voll mit Dokumenten vom Arzt, Tasche, Wasser und Röntgenbild vorne angekommen, hat mich die Dame am Empfang freundlich darauf hingewiesen, das ich den Termin im anderen Gebäude habe. Nachdem ich wohl ein wenig verwundert hergeschaut habe, wurde ganz selbstverständlich auf chinesische Zeichen, gefolgt von einer drei gezeigt und mir gesagt, dass ich den Termin in Gebäude drei habe. Das ich nicht selber drauf gekommen bin...

Weiter zum Gebäude drei, das hinter einer kleinen Ecke lag, hat mich dann der Schlag getroffen "Ok, das wird ein Tagesausflug". Gefühlt 50 Leute in Bademänteln haben vor dem Center auf ihre Abfertigung gewartet. Die meisten in meinem Alter, manche Älter. Die Belegschaft an Studenten wurde zuvor mit Bussen ran gekarrt und durfte dort nun den ganzen Check durchlaufen. Ich habe schon böses geahnt, dass auch ich da gleich stehe und meinen Tag im Bademantel verbringe, da die anderen zwei Deutschen zur Anerkennung nur ins Gebäude 1 mussten. Weiter in Gebäude 3 ging es ab zur "Rezeption". Nächste Schlage. Nächstes Anstehen. Vorne angekommen: AUCH FALSCH! Zwar richtiges Gebäude, aber falsche Rezeption. "Downstairs and turn left"...Gesagt getan und als ich dann mit meinen Unterlagen im Raum fürs Röntgen stand ist bei mir der Groschen gefallen, dass die Chinesen es nicht so mit rechts und links haben. Das war die Tage schon ein paar Mal so, dass ich in die falsche Richtung gerannt bin. Noch besser ist aber "Do you speak english?" - "A little"...vergisst es. Hände und Füße gehen dabei immer direkt in den Gestikuliermodus. Anders wird das eh nichts...

Nach der Röntgenaktion bin ich dann einfach den normal gekleideten Leuten hinterher gelaufen und tada: die nächste Schlange. Danach ging es ab zum Onkel Dok. Der flog einmal über die Unterlagen, murmelt sich was in den Bart und kommt zu dem Schluss: das Blutbild hat kein Hepatitis getestet. Auf zur Blutabnahme; vorher noch 240RMB löhnen; ins falsche Zimmer, in dem man aufgefordert wird sich auszuziehen (kam mir für Blutabnehmen dann doch ein wenig übertrieben vor), geschickt werden; Hände und Füße mit Englisch a little; im richtigen Zimmer landen; Zack nadel rein; ein wenig links, ein wenig rechts und nachdem die Pulle voll war hieß es dann "finish". 

In einer Woche kann ich das Ergebnis dann abholen und danach dann hoffentlich mein Permit beantragen. Dann heist es Multiple-Entry und Hong-Kong etc. kann kommen.

Falls es irgendwann mal jemanden von euch nach China zieht und ihr auch das Permit beantragen wollt, dann macht das Gesundheitszeugnis bloß in Deutschland. Das ganze Prozedere hier ist bestimmt nicht so der Hit und wenn man dann auch noch zur Einschreibungszeit hier aufläuft, kann man schon einmal mit einem Tagesausflug zum Center planen. Zudem wird das in Aachen vom Hochschularzt gemacht, was für Studenten graddis ist;)